Julliard
Zurück unter den Menschen, Philippe Besson
Zurück unter den Menschen, Philippe Besson
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Zehn Jahre nach der Veröffentlichung von En l'absence des hommes, Philippe Bessons erstem Buch, erscheint Retour parmi les hommes, eine fieberhafte, lyrische und nostalgische Fortsetzung dieses prächtigen, inzwischen kultigen Romans.
Im Jahr 1916, nach dem Tod seines jungen Geliebten Arthur, der im Kampf getötet wurde, floh Vincent de l'Étoile, der Held von En l'absence des hommes. Zuerst in Italien, dann in Ägypten, im Sudan, in Abessinien auf Rimbauds Spuren, in Syrien, im Libanon; das Wandern eines ungetröstlichen, armen und träumerischen Vagabunden; dann die Überquerung des Atlantiks in einem Auswandererschiff, Amerika, das New York der zwanziger Jahre. Nach einigen Jahren des Umherirrens und Trauerns kehrt Vincent 1923 nach Frankreich zurück; es ist, als ob er Arthurs Tod endlich akzeptieren würde. Als er seine Heimatstadt wiedersieht, erkennt er nichts wieder und findet nur schwer seinen Platz im Paris der Goldenen Zwanziger. Auch sein Mentor, der Schriftsteller Marcel Proust, ist gestorben. Doch der Zufall führt ihn mit Raymond Radiguet zusammen, der gerade Le Diable au corps veröffentlicht hat. Es ist ein sehr junger Mann, talentiert, brillant, charismatisch, der Vincent tief beeindruckt. Die Anziehung ist gegenseitig, obwohl Radiguet heterosexuell ist. Mit seiner Energie und Lebensfreude zieht der angesagte Schriftsteller, Schützling Cocteaus, seinen neuen Freund in die Pariser Intellektuellenkreise und die verrückten Nächte von Montparnasse. Doch Radiguet hat auch eine dunkle Seite, einen Riss in diesem zwanzigjährigen Jungen, der trotz seines strahlenden und brutalen Ruhms das tragische Schicksal zu ahnen scheint, das ihn erwartet, und das Typhusfieber, das ihn im Dezember 1923 töten wird.
Ein hypnotischer Streifzug durch die Welt, der die Geister von Kafka, Rimbaud, Nizan oder Dos Passos heraufbeschwört, eine einsame Reise, auf der sich der Held verliert und auflöst, statt sich neu aufzubauen, wo die Entwurzelung selbst nach der Wiederfindung der Wurzeln bestehen bleibt, dieses sehr schöne, zugleich ernste und leuchtende Buch ist ein herzzerreißendes Liebeslied zum Ruhm der Verstorbenen, ein Buch über den Schmerz, der als inneres Exil erlebt wird.
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