Le Livre de Poche
Les Regrets, gefolgt von Les Antiquités de Rome und Le Songe, Joachim du Bellay
Les Regrets, gefolgt von Les Antiquités de Rome und Le Songe, Joachim du Bellay
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Im Juni 1553 kommt Du Bellay in Rom an, das sechsundzwanzig Jahre zuvor von den Truppen Karls V. geplündert worden war; er begleitet dort als Intendant den Cousin seines Vaters, Kardinal Jean Du Bellay, dem König Heinrich II. gerade die Mission anvertraut hatte, mit dem Papst ein Bündnis gegen Karl V. auszuhandeln. Und während dieses römischen Aufenthalts verfasst er – neben lateinischen Gedichten – den Großteil der Regrets, der Antiquités und des Songe, die er 1558 nach seiner Rückkehr nach Paris veröffentlicht. Die Sonette der Regrets drücken die Klage eines Verbannten in Rom aus – gleichzeitig begleitet die Pilgerreise der Seele auf Erden das Thema der Reise; doch die Elegie wird auch von einer Satire gegen den päpstlichen Hof begleitet. Danach ist es nicht mehr der Verbannte, der in Les Antiquités wichtig ist, sondern die Stadt selbst, ihre illustre Vergangenheit wie auch ihr gegenwärtiger Verfall. Vision eines Schicksals, in dem die Plünderung von 1527 eine größere Strafe ankündigt: nach einer Reflexion über den langsamen Verfall Roms. Der Songe kann dann den Albtraum einer brutalen Zerstörung vorschlagen.
Herausgegeben von François Roudaut.
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