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Unstimmigkeiten, Philippe Calleux

Unstimmigkeiten, Philippe Calleux

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Eine einzigartige Perspektive auf die Shoah, inspiriert von einer wahren Geschichte.
Pierre Gerson, ein wohlhabender jüdischer Bürger, Freund von Ministern, von der Gesellschaft gut bedient, geehrt, umworben, dekoriert, ist Anfang 1940 trotz der düsteren Drohungen aus Nazi-Deutschland nicht beunruhigt, da er fest davon überzeugt ist, ein integraler Bestandteil des französischen Volkes zu sein. Im Schatten des Vichy-Regimes ist er immer noch der Meinung, dass sein sozialer Status, sein glänzender Krieg und seine Heldentaten im Dienste der Nation ihn vor jeglicher Verfolgung schützen. Obwohl viele Freunde ihm vorschlagen, auszuwandern, beschließt er, dass ein Franzose in Frankreich bleiben muss, und lässt sich im Midi, in Antibes, nieder. Die Ereignisse werden seine Gewissheiten bald erschüttern: die Gesetze über den Status der Juden von 1940 und 1941, die Razzia im Vél’ d’Hiv’ und die, die ihn persönlich betrifft, in Saint-Martin-Vésubie. Pierre Gerson findet sich jedoch in seiner Rolle als Binnenexilant ab und bemüht sich, für sich und seine Frau ein soziales, ja sogar mondänes Leben aufrechtzuerhalten. Die Besetzung der Alpes-Maritimes durch die Italiener bewahrt ihn bis zum Ende des Mussolini-Regimes vor nationalsozialistischen Verfolgungen, wo sich alles wendet. Die Gestapo ergreift die gesamte Region und verhaftet mit schrecklicher Brutalität alle Juden, ob Franzosen oder nicht. Pierre Gerson erkennt endlich das ganze Ausmaß des Horrors der Situation. Mehrere seiner Freunde werden verhaftet und in Viehwaggons zu unbekannten Zielen gebracht. Dann beginnt der Albtraum.

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