Robert Laffont
Gebrauchtes Buch – Le Scaphandre et Le Papillon, Jean-Dominique Bauby
Gebrauchtes Buch – Le Scaphandre et Le Papillon, Jean-Dominique Bauby
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Am 8. Dezember 1995 stürzte ein Schlaganfall Jean-Dominique Bauby brutal in ein tiefes Koma. Als er daraus erwachte, waren alle seine motorischen Funktionen beeinträchtigt. Er litt an dem, was die Medizin als „Locked-in-Syndrom" bezeichnet – wörtlich: in sich selbst eingeschlossen –, konnte sich nicht mehr bewegen, essen, sprechen oder auch nur ohne Hilfe atmen. In diesem inerten Körper bewegt sich nur ein Auge. Dieses Auge – das linke – ist seine Verbindung zur Welt, zu anderen, zum Leben. Mit seinem Auge blinzelt er einmal, um „Ja“ zu sagen, zweimal, um „Nein“ zu sagen. Mit seinem Auge lenkt er die Aufmerksamkeit seines Besuchers auf die Buchstaben des Alphabets, die ihm diktiert werden, und bildet Worte, Sätze, ganze Seiten... Mit seinem Auge hat er dieses Buch geschrieben: Jeden Morgen wochenlang memorierte er die Seiten, bevor er sie diktierte und dann korrigierte. Unter der Glaskuppel seines Taucheranzugs, in dem Schmetterlinge fliegen, schickt er uns diese Postkarten aus einer Welt, die wir uns nur vorstellen können – eine Welt, in der nichts mehr übrig ist als ein wirkender Geist. Der Geist ist abwechselnd sarkastisch und desillusioniert, von einer Intensität, die das Herz zusammenzieht. Wenn man nur noch Worte hat, ist kein Wort zu viel.
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