Phébus
Leonardos Judas, Leo Perutz, Martine Kayser
Leonardos Judas, Leo Perutz, Martine Kayser
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Lange Zeit unbekannt geblieben - trotz der Bewunderung, die Borges ihm entgegenbrachte -, Perutz (1882-1957), ein gebürtiger Prager Jude, der nach der Veröffentlichung von "Der schwedische Reiter" (1936) ins Exil gezwungen wurde, musste bis in die 80er Jahre warten, bis sein Werk endlich fast vollständig ins Französische übersetzt wurde - und die Kritiker ihn als eine Art "pikaresken Kafka" feierten. (DOMINIQUE FERNANDFZ) Mailand, 1498... Leonardo da Vinci arbeitet an seinem berühmten Abendmahl und sucht vergeblich ein Modell für die Figur seines "Judas". Er durchstreift alle zwielichtigen Orte, mustert alle Schurken der Gegend, doch die Laster, die er entdeckt, sind offensichtlich solche, die Jesus vergeben hätte. Doch Jesus hat Judas nicht vergeben... Was wäre, wenn Leonardo, anstatt unter jenen zu suchen, die die Gesellschaft als ihre schwarzen Schafe bezeichnet, einen Blick auf jene werfen würde, die man die "ehrlichen Leute" nennt... Eine Suche, die reich an farbenfrohen Begegnungen ist - und einer der raffiniertesten Romane des diabolischen Leo Perutz.
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