Grasset
Chronik der Herrschaft von Nikolaus I., Patrick Rambaud
Chronik der Herrschaft von Nikolaus I., Patrick Rambaud
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« Selbst als er an die Macht kam, fand unser kostbarer Herrscher keine innere Ruhe, so sehr wurde er ständig von Nervosität geschüttelt. Wer hat ihn je ruhig und still gesehen? Er bewegte sich nur wie ein Uhrwerk. Wenn man ihn in seinem Lauf aufhielt, zerlegte man die Maschine. Er ging mit erhobenen Schultern und einer persönlichen Art, den Kopf zu verdrehen, zuckte in kurzen Stößen, als wäre er in ein Kostüm gezwängt, das ihm doch ein renommierter italienischer Künstler maßgeschneidert hatte. (…) Wenn er in der Öffentlichkeit sprach, mehrmals am selben Tag, brüstete er sich wie eine Taube und vollführte seltsame Verrenkungen, um seine Worte zu beleben… » P.R. Belustigt, entsetzt, geblendet, genervt von der Leidenschaft, der Liebe und der Aufmerksamkeit, die unser neuer Präsident – unser neuer Kaiser, sollte man sagen – hervorruft, hat Patrick Rambaud eine etwas besondere Chronik begonnen: Tag für Tag die Entstehung dieses neuen Monarchen zu erzählen, basierend auf wahren Begebenheiten, aber im Geiste, mit dem Humor und der Grausamkeit von Saint-Simon… In dieser respektlosen Chronik trifft man auf einen aufgeregten Herrscher, eine steife Kaiserin, die über ihren Kaiser herrscht, einen zehnjährigen Dauphin, gepuderte und fieberhafte Minister, einen tragischen Herzog von Bordeaux, kniende Barone… Nichts entgeht der Feder unseres Chronisten, weder die Shorts, noch die Erneuerung der Empire-Lampe, noch die Schmeicheleien der Fürsten, noch die Knicks der kleinen Marquis… und schließlich nicht der Verliebtheitswahn anderer Chronisten und Porträtisten, die etwas weniger genervt sind&hellip.
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